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Seit Beginn der neunziger Jahre gibt es vermehrt
Zertifizierungen nach ISO 9001 bzw. ISO 9002. Dies gilt jedoch für den Bildungsbereich
nur in sehr begrenztem Umfang. Da die ISO 9000 Normenreihe ursprünglich für
Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes erstellt wurde, ist es nicht erstaunlich,
dass sich Bildungsträger immer wieder mit Schwierigkeiten konfrontiert sehen,
wenn sie sich zertifizieren lassen möchten.
Mit dem Zertifikat nach ISO 9000 ff wird bescheinigt, dass die Organisation
in der Lage ist, den Bedürfnissen und Forderungen ihrer Kunden planmäßig
und überwacht Rechnung zu tragen. Nicht garantiert wird jedoch, dass die
Produkte oder Arbeitsleistungen des Unternehmens von bestmöglicher Qualität
sind. Somit kann eine Zertifizierung nach ISO 9000 ff keine Gewähr dafür
geben, dass ein bestimmtes Bildungsangebot (Seminar, Studienunterlagen etc.) einem
bestimmten Bildungsstandard entspricht.
Während es bei der ISO Zertifizierung in erster Linie darum geht, dass
allgemeine Prinzipien für die Kontrolle der Abläufe innerhalb des Unternehmens
befolgt werden. Steht bei der EUC sowohl die Kontrolle der Abläufe, als auch
die Schaffung, Wahrung und Verbesserung einer hohen Qualität im Vordergrund
sowie die Garantie dass das angestrebte Bildungsziel erreicht werden kann.
Mangelnde Relevanz bestimmter Normelemente, eine hoher Verwaltungsaufwand sowie
hohe Kosten gehören zu den häufigsten Kritikpunkten bei der Umsetzung
einer Zertifizierung nach ISO 9000ff. Gleichzeitig fehlt es an Normelementen die
das Unternehmen zu einem hohen Bildungsstandard führen bzw. verpflichten.
Diese Kritikpunkte haben dazu geführt, dass sich zahlreiche Vertreter
verschiedener EU Länder zusammengeschlossen haben um eine auf dem Gedankengut
der ISO 9000 ff basierende Norm zu schaffen, die jedoch weit über den ursprünglichen
Umfang dieser Norm hinausgeht und gleichzeitig nur die für die Bildungsbranche
relevanten Normelemente beinhaltet.
Gleichzeitig wurde mit der EUC dem Verlangen vieler Bildungsunternehmen Rechnung
getragen, ihre Bildungsangebote europaweit einem breiten Publikum zugänglich
zu machen und mit anderen Bildungsträgern in bestimmten Bereichen zu kooperieren.
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